Ausbildungsverlauf Snowboard C-Trainer-Breitensport

A. Ausbildungsstufen und deren Bestandteile
Die Ausbildungsstufen im Deutschen Skiverband sind abgestimmt auf die Rahmenrichtlinien für Qualifizierung im Bereich des Deutschen Olympischen Sportbundes.

1. SVR Snowboardbetreuer (Vorstufe)
Die Betreuer unterstützen Übungsleiter, Trainer, Jugendleiter bei Freizeitaktivitäten, Fahrten, Wettkämpfen und deren Planung. Sie können unter Berücksichtigung der notwendigen Sicherheitsaspekte beim Unterrichten einbezogen werden und nach Anweisung der Leiterin/des Leiters auch eine Gruppe über kurze Zeiträume eigenständig führen.
Einstiegsalter: 16 Jahre
Bestandteile: Basislehrgang, Theorielehrgang

2. DSV-Übungsleiter Grundstufe – Trainer C Breitensport Snowboard
Auf der Basis einer elementaren theoretischen, technischen und methodischen Ausbildung steht der ÜL-Grundstufe für breitensportlich orientierte Übungsangebote auf der unteren Ebene – speziell im Kinder- und Anfängerunterricht – zur Verfügung.
Der DSV-ÜL Grundstufe (Trainer-C) darf nur innerhalb des gesicherten Pistenbereichs unterrichten.
Einstiegsalter: 16 Jahre
Bestandteile: Basislehrgang, Theorielehrgang, Praktikum, Prüfungslehrgang Grundstufe, Nachweis 1. Hilfe, Vereinsmitgliedschaft

3. DSV Instructor – Trainer B Breitensport Snowboard
Der DSV Instructor entspricht der ersten internationalen Ausbildungsstufe der IVSI (Internationaler Verband der Schneesport-Instructoren). Er ist befähigt, breitensportlichen Unterricht für Fortgeschrittene und das Training im unteren und mittleren Amateurwettkampfbereich zu gestalten.
Der DSV Instructor darf nur innerhalb des gesicherten Pistenbereichs unterrichten.
Einstiegsalter: 17 Jahre
Bestandteile: Trainer-C Breitensport Snowboard, Prüfungslehrgang Instructor, ggf. Theorielehrgang (wenn nicht bereits absolviert)

B. DSV-Übungsleiter Grundstufe Snowboard (Trainer C Breitensport)

1) Bestandteile der Ausbildung:

1. Basislehrgang:
3 1/2-tägiger Schneelehrgang (30 LE) mit technischen, methodischen und theoretischen Ausbildungsanteilen. Es findet keine Prüfung statt. Bezüglich des technischen Könnens (Praxis) erhalten die TeilnehmerInnen eine Empfehlung zum weiteren Ausbildungsweg.

2. Beantragung des DSV-Leistungspakets (Information auf dem Basislehrgang)

3. Theorielehrgang:
Der 2-tägige Lehrgang (20 LE am Wochenende) vermittelt die Inhalte der sportartübergreifenden Basisqualifizierung (so genannter überfachlicher/ sportartübergreifender Teil).

Weitere snowboardspezifische Theorieeinheiten erfolgen auf dem Basis- und dem Prüfungslehrgang. Sowohl die Prüfung zum überfachlichen Teil, als auch die zum snowboardspezifischen Teil findet erst auf dem Prüfungslehrgang statt. Beim Theorie-lehrgang wird keine Prüfung abgelegt (in begründeten Ausnahmefällen kann der überfachliche Teil auch an den vom Sportbund angebotenen Lehrgängen über 2 Wochenenden absolviert werden).

Die Inhalte der Theorieprüfung (sportartspezifischer Teil) findet Ihr weiter unten.

Die Theorieprüfung in beiden Teilen erfolgt schriftlich erst auf dem Prüfungslehrgang

4. Praktikum:
Praktischer Einsatz in der Betreuung von Gruppen oder Personen im Verein / in der Vereins-Skischule – möglichst sportartbezogen (16 LE à 45 Min.).
Eine Bestätigung des Skischulleiters oder des Vereinsvorsitzenden ist vorzulegen. (Formblatt-Download auf www.skiverband-rheinland.de ).

5. Erste Hilfe Ausbildung
(9 Stunden bei einer Hilfsorganisation)
Praktikum und Erste Hilfe können auch nach dem Prüfungslehrgang vorgelegt werden.

6. Prüfungslehrgang Grundstufe
6-tägiger Schneelehrgang (60 LE) mit technischen, methodischen (=Schwerpunkt!) und disziplinspezifischen theoretischen Ausbildungsinhalten. Alle Bereiche werden abgeprüft.

Die Ausbildungsteile 1 bis 3 müssen vor dem Prüfungslehrgang absolviert worden sein. Das Praktikum sollte vor dem Prüfungslehrgang absolviert worden sein, kann aber auch nachgereicht werden. Nach erfolgreicher Prüfung und Nachweis der Erste-Hilfe-Ausbildung (nicht älter als drei Jahre!) kann beim DSV die Grundstufen-Card und die „DOSB Trainer C-Lizenz Snowboard Breitensport“ beantragt werden:
DSV Card- & Lizenzservice:
Ansprechpartnerin
Carolin Heuberger Tel.: 089-85790 450
Email: carolin.heuberger@deutscherskiverband.de https://www.deutscherskiverband.de/ausbildung_dsv-card_lizenz_uebersicht_de,337.html

2) Praktische Inhalte des Prüfungslehrgangs
Der Lehrgang besteht aus sechs Ausbildungstagen (Prüfung inkl.) mit den folgenden praktischen Inhalten. Die Reihenfolge dieser Inhalte kann je nach Wetter und Schneeverhältnissen von der dargestellten Reihenfolge abweichen. Das persönliche Fahrkönnen wird dabei immer wieder aufgegriffen und ist in mehreren Bereichen beinhaltet.

Methodikprüfung 2 (Lehrprobe mit Vorbereitung)

1. Tag Positionieren und Agieren
Kindersnowboarden
2. Tag Methodiktraining zum Thema „Basics“
Erste Schritte im Skigebiet
Fahren in der Falllinie
Hinführung zur 1. Kurve
3. Tag Pistenfreestyle / Boxfahren
4. Tag Bewegungen beobachten und beurteilen (Positionieren)
Persönliches Fahrkönnen
5. Tag Prüfung: Demonstrationskönnen in allen Kompassbereichen (ggf. Halbtagesnote)
6. Tag Methodikprüfung 1 (Lehrprobe ohne Vorbereitung)

3) Theoretische Inhalte der Ausbildung

Folgende Literatur ist Grundlage der Ausbildung:

Offizieller DSV- Lehrplan Snowboard 2012, DSV e.V. 2012
Deutscher Skiverband e.V. (Hrsg.)
Im Buchhandel, ISBN: 978-3-938963-20-3 oder http://www.dsvaktiv-shop.de/shop

DSV-Theorielehrbuch: Grundlagen für die Ausbildung zum Schneesportlehrer und Trainer.
Deutscher Skiverband e.V. (Hrsg,), 2013
Im Buchhandel, ISBN: 978-3-938963-22-7 oder http://www.dsvaktiv-shop.de/shop

Zusätzlich empfohlen:
Offizieller DSV-Lehrplan Freeride und Risikomanagement Alpin/Snowboard
Deutscher Skiverband e.V. (Hrsg.)
Im Buchhandel oder über http://www.dsvaktiv-shop.de/shop

Zusätzlich empfohlen:
Deutscher Verband für das Skilehrwesen e.V. /Kommission für Technik und
Methodik, 2010: Schneesportunterricht mit Kindern und Jugendlichen.
Pietsch Verlag, Stuttgart 2010. ISBN: 978-3-613-50640-4

Es besteht die Möglichkeit ein Theoriepaket zu einem Preis von 59,90 € (inkl. Versandkosten) zu bestellen,
bestehend aus:
– Offizieller DSV-Lehrplan Snowboard
– DSV Theorielehrbuch
– Offizieller DSV-Lehrplan Freeride und Risikomanagement

Der Preis ergibt sich durch Zuschüsse des Verbandes.
Dieses Paket kann mit der Anmeldung für den Basislehrgang bei dem jeweiligen Lehrgangsleiter angefordert werden.

Die Theorieprüfung erfolgt schriftlich (60 min.) auf dem Prüfungslehrgang. Der genaue Tag wird am Anfang der Ausbildungswoche bekanntgegeben. Sie setzt sich aus folgenden Inhalten zusammen:

1. Dem snowboardspezifischen Teil
Dieser wird im Heimstudium von den Teilnehmern erarbeitet und durch die Referate auf dem Basis- und Ausbildungslehrgang ergänzt. Folgende Inhalte sind für den snowboard-spezifischen Teil aus dem DSV-Lehrplan Snowboard 2012 bis zum Ausbildungslehrgang vorzubereiten:
– Kapitel 1 – Technik (1.1 bis 1.5)
– Kapitel 2 – Unterrichten (2.1 bis 2.4)
– Kapitel 3 – Praxis (3.1 und 3.2) vorbereitet sein!

Referatsthemen auf dem Basislehrgang:
– Einführung in den Lehrplan Snowboard
– Schneesport und Recht
– Die Rolle des ÜL Schneesport
– Erste Hilfe (im Tagesprogramm)

Referatsthemen auf dem Prüfungslehrgang
– Ausbildung- und Organisationsstruktur im DSV
– Risikomanagement auf der Piste
– Materialkunde
– Alpine Gefahren

2. Dem überfachlichen Teil
Dieser inkludiert die Inhalte des Theorielehrgangs (sportartübergreifende Basisqualifikation). Weiter sind im Heimstudium aus dem DSV-Theorielehrbuch folgende Inhalte bis zum Ausbildungslehrgang zu lesen:

Kapitel 2 Organisation des Schneesports (S. 45-94)
2.3 Interski (S.68)
2.4 Organisation des Schneesports im DSV (S. 71 – 94)

Kapitel 3 Schneesport und Recht (S.98-137) siehe auch Referat
3.4 FIS-Regeln: Rechte und Pflichten der Schneesportler (S. 110 – 113)
3.7 Rechte und Pflichten für DSV Lehrkräfte (S.118 – 127)
3.8 Besondere Rechtsbestimmungen für die Betreuung von Kindern und
Jugendlichen (S127 – 137)

Kapitel 4 Sportpädagogik
Siehe hierzu Kapitel 2 „Unterrichten“ im DSV Snowboardlehrplan (S.40 – 67)

Kapitel 6 Sportpsychologie
6.1 Lernklima und Kommunikation (S. 249 – 258)

Kapitel 7 Biomechanik
7.3 Aktion und Funktion (S.295 – 301)
Siehe hierzu auch Kapitel 1.4 im DSV Snowboardlehrplan (S.31 – 32)

Kapitel 8 Grundlagen des Bewegungslernens
8.1 Grundlagen des Bewegungslernens (S. 316 – 327)
8.2 Techniktraining im Schneesport (S. 327 – 330)
8.3 Grundsätzliches Vorgehen im Techniktraining (S. 330 – 331)
8.4 Methodische Aspekte (S. 331 – 335)
8.5 Rückmeldung (S. 336 – 339)

Kapitel 9 Trainingslehre
9.1 Belastung – Beanspruchung – Anpassung (S. 344 – 349)
9.2 Leistungsvoraussetzung in den Schneesportarten (S. 350 – 351)
9.3 Training konditioneller Fähigkeiten (S. 352 – 367)
9.4 Koordinative Fähigkeiten (S. 368 – 370)
9.5 Trainingsprinzipien, -Planung, – Steuerung (S. 370 -3 74)

Kapitel 11 Sportmedizin
11.1 Funktionelle Anatomie (S400 – 403)
11.2 Aktiver und passiver Bewegungsapparat (S.403 – 408)
11.3 Energiebereitstellung (S. 408 – 411)
11.4 Herz-Kreislauf-System und Blut (S. 411 – 415)
11.5 Höhe und Akklimatisation (S. 416 – 417)
11.7 Prävention von Verletzung und Steigerung der Leistungsfähigkeit
(S.430 – 432)

Kapitel 12 Skisport und Umwelt (S. 456 – 487)
12.1. Natur und Landschaft der Alpen (S.456 -457)
12.2. Skigebiete (S. 459)
12.3. Pisten und Schneepflege (S.264)
12.8. Umweltthemen im Kurs (S. 485
12.9 Schneesport und Nachhaltigkeit (S. 486)

Kapitel Material (siehe Referat)
4) Bewertungskriterien und Zusammensetzung der Gesamtnote

Die Gesamtnote des Prüfungslehrganges setzt sich aus den folgenden drei Teilbereichen zusammen:
THEORIE: Eine schriftliche Prüfung im Laufe der Woche (Inhalt siehe oben)
TECHNIK: Die Technikprüfung erfolgt über Tages-/Halbtagesnoten oder/und Prüfungsfahrten.
METHODIK: Methodikprüfung 1 (30%): Lehrprobe 7 bis 10 Min.
Methodikprüfung 2 (70%): Lehrprobe ca. 20 Min.
Das Demonstrationskönnen geht in die Lehrprobennote mit ein.

Die Ausbildung zur DSV-Lizenz gilt als bestanden, wenn in allen drei Teilbereichen mind. die Note 4,5 erreicht wird. Wird in einem der drei Teilbereiche eine Note schlechter als 4,5 erreicht, muss dieser Teilbereich in einer Nachprüfung nachgeholt werden, werden zwei Bereiche nicht bestanden, so ist die gesamte Ausbildung zu wiederholen.

Die Nachprüfung der Methodik kann auf einem Prüfungslehrgang oder einer Fortbildung stattfinden, die Nachprüfung der Technik kann nur auf einem Ausbildungslehrgang mit mind. dreitägiger Teilnahme wiederholt werden.

Nach Bestehen des Lehrgangs geht es weiter:
C. DSV Instructor Snowboard (Trainer B Breitensport)
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